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Der Biosphärenpark Wienerwald wurde auf Initiative der Länder Niederösterreich und Wien am 30. Juni 2005 offiziell von der UNESCO anerkannt. Er umfasst eine Gesamtfläche von etwa 105.600 ha, davon rund 60% Waldfläche. Der Biosphärenpark schützt weiters zahlreiche Wiesen, ein ausgedehntes Bachsystem und viele andere wertvolle Offenlandbereiche.
Was ist ein Biosphärenpark?
Unter dem Begriff „Biosphärenpark“ hat die UNESCO eine Kategorie von Schutzgebieten geschaffen, die nach international anerkannten Kriterien eingerichtet werden. Die Auszeichnung "Biosphärenpark" bekommen nur besonders erhaltenswerte großflächige Gebiete, in denen Naturschutz, gesellschaftliche Interessen und nachhaltige wirtschaftliche Nutzung in Einklang gebracht werden. Dies geschieht unter anderem durch die Einteilung in verschiedene Zonen mit unterschiedlicher Nutzungsintensität.
Im Biosphärenpark Wienerwald gibt es drei verschiedene Zonen:
Kernzone
Hier dürfen sich Waldgebiete unbeeinflusst von Menschenhand zum Urwald von morgen entwickeln. Es findet keine forstwirtschaftliche Nutzung statt. Die insgesamt 37 Kernzonen machen 5% der Fläche des Biosphärenparks aus.
Pflegezone
In den Pflegezonen - etwa 20% der Gesamtfläche - befinden sich Lebensräume, die stark durch die menschliche Nutzung geprägt wurden. Es sind dies vor allem Wiesen, Wald- und Weinbauflächen, die aufgrund ihrer hohen Artenvielfalt besonders wertvoll sind und oft nur durch die Beibehaltung traditioneller Nutzung erhalten werden können.
Entwicklungszone
Die Entwicklungszone ist Lebens-, Erholungs- und auch Wirtschaftsraum der ansässigen Bevölkerung. Hier werden auch neue, naturverträgliche Bewirtschaftungsmethoden entwickelt (z.B. Wienerwald Weiderind), die die Region nachhaltig positiv beeinflussen sollen.
Weitere Informationen:
Lebensregion Biosphärenpark Wienerwald
Biosphärenparks in Österreich
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